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30.01.2026

KPM - eine Ikone deutscher Porzellangeschichte

Prinzessinengruppe

Foto: Michael Kuchinike-Hofer

Die Unberechenbarkeit des Materials gestaltet die Arbeit jeden Tag aufs Neue spannend – in der Porzellanmanufaktur am Berliner Tiergarten arbeiten rund 200 Menschen an der Herstellung hochwertiger Produkte. Wenn jahrhundertealte Designs auf moderne Bedürfnisse treffen, entstehen Stücke wie der KPM To-Go-Becher. APROPOS hat den Arbeitsprozess eines Bechers begleitet, der über 14 Tage dauert und 25 Manufakturistinnen und Manufakturisten beansprucht.

Die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin existiert bereits seit 1763. Gegründet von Friedrich dem Großen, geführt von sieben preußischen Königen und Kaisern, hat sie Umbrüche und Kriege überstanden. Heute arbeiten in den historischen Werkstätten am Berliner Tiergarten rund 200 Manufakturistinnen und Manufakturisten. APROPOS durfte diese einen Tag lang begleiten und die vielen Schritte beobachten, die noch immer denselben Prinzipien wie vor Jahrhunderten folgen.

Eine der zentralen Kollektionen der Manufaktur ist KURLAND. Sie entstand 1790 auf Auftrag von Peter Biron, Herzog von Kurland. Es war eine Zeit des stilistischen Wandels: Die Verspieltheit des Rokoko verschwand, der Klassizismus bestimmte die Gestaltung. Die Elemente dieser Epoche, also klare Geometrien, Symmetrie und antike Reliefs, prägen KURLAND bis heute. Früher präsent im preußischen Königshaus, wirkt die Designsprache von KURLAND auch heute noch aktuell. Sie hat Jahrhunderte überstanden, ohne an Relevanz zu verlieren. Ein Stück KURLAND zu erwerben, heißt, ein Traditionsstück voller Geschichte und liebevoller Handarbeit zu besitzen.

2018 wurde auf Basis derselben Formensprache der KURLAND Togo-Becher entwickelt. Er ist keine experimentelle Neuinterpretation, sondern die Übertragung eines klassischen Entwurfs in eine alltägliche Nutzung. Mit diesem Schritt bringt KPM ein jahrhundertealtes Design in unsere Büros, auf die Straßen von heute und in moderne Haushalte. Ein historischer Entwurf wird damit Teil eines modernen, mobilen Alltags. Die Herstellung eines Bechers benötigt 29 Arbeitsschritte, 14 Arbeitstage und 25 Manufakturistinnen und Manufakturisten. Wir haben den Weg verfolgt, den ein KURLAND To-go-Becher durch die Königliche Porzellanmanufaktur geht, bevor er schlussendlich zum Verkauf im APROPOS Store landet.

  • Herstellung Prinzessinengruppe
  • Gießerei
  • Feinste Handarbeit

Die Einzigartigkeit der KPM-Stücke beginnt bereits bei der besonderen Zusammensetzung der einfachen Rohstoffe: Kaolin, Feldspat, Quarz und Wasser. Ihre Qualität bestimmt maßgeblich die Eigenschaften des späteren Porzellans. Bevor sie weiterverarbeitet werden, werden sie gesiebt und gereinigt. Eisenpartikel, die zu Verfärbungen führen würden, werden mit Magneten entfernt. Die Masse reift anschließend monatelang in Feuchthaltekellern, bis die Konsistenz stimmt. Vieles davon ist Routine, aber das Wissen über die genaue Zubereitung bleibt das Geheimnis der KPM.

Je nachdem, welches Objekt entsteht, wird die Porzellanmasse gedreht oder gegossen. In der Modellwerkstatt entstehen die Formen, für die Stücke, welche gegossen werden. Die Modellbauerinnen und Modellbauer arbeiten an Gipsmodellen, die sie von Hand formen. Die Proportionen müssen stimmen, ebenso die Wandstärken, die später beim Schrumpfen durch den Brand um etwa 16 Prozent nachgeben. Beim Gießen füllt man die flüssige Masse in Gipsformen, die ihr Wasser entziehen und so die Wandung bilden. Beim Drehen wird eine festere Masse in rotierende Hohlformen eingearbeitet. Viele Stücke werden noch heute per Hand gedreht. Warum das so ist, erzählt uns einer der Manufakturisten aus der Dreherei:

„Es gibt viele Teile, bei denen wären Maschinen einfach nicht feinfühlig genug, sie bringen nicht die notwendige Sensibilität mit. Es benötigt Handgefühl. Mit der Zeit bekommt man auch ein sehr gutes Gespür dafür, ob die Proportionen eines Produktes stimmen und ob alles passt. Die Arbeit mit dem Material benötigt Aufmerksamkeit, aber die wird belohnt. Das war für mich auch ein Grund, hier arbeiten zu wollen – und weil ich die Formsprache der KPM so gerne mag.“

Nach dem Drehen oder Gießen bestehen KPM-Stücke oftmals aus vielen kleinen Einzelteilen. Diese werden beim Garnieren so zusammengesetzt, dass am Ende nicht mehr erkennbar ist, wo ein Teil in das nächste übergegangen ist. Eine der Manufakturistinnen aus der Garnierung erzählt uns:

„Ich habe mich hier vor 35 Jahren beworben, da dieses Handwerk für mich so unglaublich schön ist. Dass mir am Ende des Tages die Stücke, die ich fertige, so gut gefallen, damit habe ich nicht gerechnet. Ich wollte einfach dieses Handwerk lernen. Wo, wenn nicht hier? Es ist einfach sehr schön, Teil dieser Tradition zu sein.“

Beim Zuschauen wird erst klar, wie komplex diese Arbeit tatsächlich ist. Mit viel Konzentration und genauen Handgriffen arbeitet sie an einem KURLAND To-go-Becher. Die Mühe und das Handwerk, die in ein solches Stück fließen, werden hier sichtbar. Die Nahtstellen werden verputzt, bis sie unsichtbar sind. Kleine Unregelmäßigkeiten, die durch die Formen entstehen, werden mit Werkzeugen, Schwämmen und Pinseln ausgearbeitet. Am Ende entsteht ein Becher, der identisch zu sein scheint mit dem nächsten – aber durch die viele Handarbeit trotzdem ein individuelles Stück bleibt.

  • historischer Formen-Keller
  • Malerei

Wer Fan der KPM ist, begeistert sich wahrscheinlich besonders für die ausdrucksstarken Figuren, die in der KPM nach jahrhundertealten Entwürfen in kompliziertester Handarbeit geschaffen werden. In der Figurenabteilung der Manufaktur werden Modelle wie die Prinzessinnengruppe hergestellt: eine der bekanntesten und ältesten Figuren der KPM, die auch im APROPOS Store bewundert werden kann. Diese wird hier aus insgesamt 83 Teilen zusammengesetzt. Was es bedeutet, Teil dieser langen Historie zu sein, verrät uns eine Manufakturistin aus dem Figurenbereich:

„Für mich ist es sehr ehrenvoll, mit diesen historischen Vorlagen zu arbeiten, diese in die heutige Zeit weitertragen zu dürfen und somit die Geschichte und Tradition sichtbar zu machen. Die KPM schafft es, diese alten Designs zeitgemäß zu interpretieren, ohne die geschichtliche Historie aus den Augen zu verlieren. Die wird eher unterstrichen – und nicht überzeichnet.“

Bevor ein Objekt – egal ob KURLAND-Becher oder Prinzessinnengruppe – bemalt oder glasiert wird, durchläuft es mehrere Brände. Der erste Brand härtet den Scherben und zeigt, ob das Stück stabil ist. Anschließend erfolgt das Blautauchen: eine Methode, die feinste Fehler sichtbar macht. Nur Stücke, die keine Makel aufweisen, erhalten das kobaltblaue Zepter auf die Unterseite gestempelt – das Markenzeichen der KPM.

Die Glasur verleiht dem Porzellan im nächsten Schritt seine glatte, helle Oberfläche. Viele Stücke werden von Hand in eine Glasurwanne getaucht. Im Gespräch mit einem Manufakturisten aus der Glasurabteilung erklärt er uns, was die Arbeit mit Porzellan für ihn so besonders macht:

„Porzellan ist eine Diva. Es nimmt dir Kleinigkeiten übel, ist sehr sensibel. Selbst nach 17 Jahren hier in der Manufaktur kann ich nie genau ausrechnen, wie sich ein Stück verhält. Ich glaube, selbst der beste Fachmann wird noch überrascht – und das ist doch irgendwie auch das Schöne an der Arbeit.“

Nach der Glasur folgt der Glattbrand bei über 1400 Grad, der die Glasur dauerhaft mit dem Scherben verbindet und dem Porzellan seine endgültigen Eigenschaften verleiht. Anschließend werden die Stücke noch in der Schleiferei geglättet, um die gewünschte Perfektion zu garantieren.

Wir sprechen mit einer Manufakturistin, die gerade konzentriert an einem Stück arbeitet. Sie erzählt uns:

„Ich bin mit der KPM aufgewachsen, meine Mutter hat fast 30 Jahre hier gearbeitet. Von den Porzellanen esse ich schon, seitdem ich ein kleines Mädchen bin. Heute habe ich selbst die Schränke voll damit.“

Auch hier wird erneut deutlich, dass jede Person, die an der Herstellung beteiligt ist, dies aus echter Begeisterung für das Porzellan tut.

Sind all diese Schritte getan, erreicht ein KPM-Stück einen ganz zentralen Bereich der Manufaktur: die Meistermalerei. Ihre Techniken wurden über Generationen weitergegeben und zählen offiziell zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Hier werden so gut wie alle KPM-Stücke per Hand bemalt. Die Malerei strahlt beim Betreten eine starke Ruhe aus. Zum einen liegt das an dem konzentrierten Arbeiten der Malerinnen und Maler, zum anderen an dem Geruch von ätherischen Ölen, mit denen die Farben angemischt werden. Eine Manufakturistin arbeitet gerade an einem KURLAND-Stück. Sie erklärt uns, wie sie die Farben anmischt:

„Unsere Farben werden hier im Labor hergestellt. Die Pigmente mischen wir in der Meistermalerei an, gerade benutze ich Lavendel- und Nelkenöl. Das Lavendel lässt die Farbe ineinanderfließen, dadurch sieht man die Pinselstriche nicht. Die Nelke hält die Farben ganz lang frisch.“

Motive wie Blumen oder auch nur der Rand eines Frühstückstellers werden hier von ihr aufwendig in Handarbeit gemalt. Am Ende setzt sie ihren ganz individuellen Stempel auf das Porzellan – ein Wiedererkennungswert und Symbol für die Einzigartigkeit der Stücke.

Die Verbindung aus historischen Formen, konstanter Handarbeit und einem kontrollierten Umgang mit Modernisierung macht die Identität der KPM aus. Die Manufaktur arbeitet bewusst langsam. Nicht aus Nostalgie, sondern aus Qualitätsanspruch. Die Fähigkeiten, die hier nötig sind, lassen sich nicht digitalisieren oder beschleunigen. Neuere Produkte der KPM wirken nicht wie Neuinterpretationen, sondern wie logische Weiterentwicklungen. Der KURLAND To-go-Becher ist eines der Beispiele, in denen diese Balance aus klassischem Design, modernem Nutzen und klarer Form sichtbar wird. Das ist die Handschrift einer Manufaktur, deren Prozesse sich seit Jahrhunderten kaum verändert haben. Genau deshalb behalten sie ihre Relevanz. Ein KURLAND-Becher ist das perfekte Beispiel für eine Klarheit in der Designsprache, die sich nicht verändert, während alles andere ununterbrochen im Wandel ist.

  • Glasurbad
  • Herstellung KURLAND To-go-Becher in der Modellwerkstatt
  • Produktentwicklung

 

Fotografie MICHAEL KUCHINKE-HOFER Interview FRANKA MAGON

Die KURLAND To-go-Becher finden Sie in unseren Stores in Köln, Düsseldorf, Hamburg und Rottach-Egern am Tegernsee in verschiedenen Ausführungen – von klassischem Weiß über Grau bis hin zur Edition Farvet in Gelb.

 

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