Anlässlich des 50. Jubiläums von GIORGIO ARMANI im Jahr 2025, wurde mit ARMANI/Archivio eine Plattform konzipiert, die das Erbe der Marke als Symbiose aus Tradition und Innovation bewahrt.
Nun wurden erstmals dreizehn Damen- und Herren-Looks aus den Giorgio-Armani-Kollektionen der Jahre 1979 bis 1994 originalgetreu reproduziert. Neun dieser Looks sind exklusiv bei APROPOS in Berlin erhältlich. Die Auswahl konzentriert sich auf die Jacke in den von Giorgio Armani entworfenen Formen und stellt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft dar. Sie bietet der New Generation die Möglichkeit, die Essenz der Marke wiederzuentdecken unter dem Credo „Past Perfect. Future Ready.“
Frühere Giorgio Armani-Bildwelten dienten Fotograf Eli Russell Linnetz als Referenz für die einzigartige Kampagne. Hierbei wurde ein besonderer Fokus daraufgelegt, Looks in Bewegung einzufangen, um den Leitgedanken von Giorgio Armanis revolutionärer Schöpfungen zu verdeutlichen: die Selbstverständlichkeit, mit der Kleidung und Körper miteinander in Dialog treten.
SPRING/SUMMER & FALL/WINTER 1979
Aus der Spring/Summer-Kollektion von 1997 wurden insbesondere ein Nadelstreifen-Ensemble sowie ein Look mit Ledersakko und Krawatte ausgewählt. Der in der Vogue präsentierte Nadelstreifen-Look etablierte den ARMANI-Anzug als internationale Referenz: präzise, reduziert und von zurückhaltender Eleganz.
Ergänzt wird die Auswahl durch die Neuauflage eines Styles aus der Autumn/Winter-Kollektion von 1979, das die weibliche Silhouette zwischen Struktur und Weichheit neu interpretiert und einen frühen gestalterischen Ansatz sichtbar macht: Der Anzug wird drapiert, wodurch ihm Asymmetrie und Fließbewegung eine fließende, dynamische Eleganz verliehen wird.
FALL/WINTER 1981
Aus der Spring/Summer-Kollektion von 1981 wurde ein Look gewählt, der die Schneiderkunst hin zu weicheren, natürlicheren Silhouetten öffnet – unter anderem durch Muster und das frühe Auftreten des GA-Adlerlogos als neues Markensymbol.
Die Jacke ist eine Neuauflage eines Modells aus der Autumn/Winter-Kollektion und steht für eine präzise, strukturierte Ästhetik mit doppelreihigem Schnitt, betonter Schulterpartie und taillierter Form, die in verschiedenen Kampagnen – unter anderem in der Vogue – dokumentiert wurde. Die Kollektion selbst ist von japanischer Formensprache inspiriert und überträgt deren Klarheit und Struktur in eine westliche, moderne Eleganz.
SPRING/SUMMER 1983
1983 in der Vogue US veröffentlicht, vermittelt das Blouson mit Rock und Hemdbluse eine Vision von maßvoller und beständiger Weiblichkeit. Der Fokus liegt auf Proportionen und Funktionalität: für den Tag konzipierte Kleidungsstücke, die Schneiderkunst in eine essenzielle Formensprache übersetzen, in der Ausgewogenheit und formale Klarheit eine zurückhaltende und zeitgemäße Eleganz definieren.
SPRING/SUMMER & FALL/WINTER 1990
Die Spring/Summer-Kollektion von 1990 vereinte kulturelle und geografische Einflüsse in einer kontrollierten, zeitgenössischen Bildsprache. Inspiriert von der Poetik Léon Baksts und filmischen Referenzen wie den Kostümen der Eisernen Krone (1941), entstand ein Spannungsfeld zwischen Geschichte, Mythos und moderner Sensibilität. Das Ledersakko kombiniert mit Rock und Bluse stellte dabei einen bedeutenden Moment in der Entwicklung eines anspruchsvollen und bewussten Frauenbildes dar.
Ebenfalls neu aufgelegt, das zweireihige Sakko, Teil eines vierteiligen Ensemble. Ein Look, der die neue Idee "armanischer" Eleganz zusammenfasst: freier, natürlicher und losgelöst von den Zwängen klassischer Schneiderkunst. Das Modell wurde von Aldo Fallai für die damalige Spring/Summer Kampagne abgelichtet und später in die Guggenheim-Ausstellung 2000–2001 aufgenommen, als Beleg für seinen ikonischen und kulturellen Wert innerhalb des kreativen Werdegangs der Marke. Das Design spiegelt eines der Grundprinzipien von Giorgio Armani wider: die Dekonstruktion, verstanden als Auflockerung der traditionellen Struktur der Schneiderkunst, um Raum für eine natürlichere, fließendere und körpernähere Passform zu schaffen.
Eine weitere Neuauflage stammt aus der Autumn/Winter-Kollektion von 1990 und erinnert an die Eleganz der 1930er Jahre, neu interpretiert durch die Formensprache des „Sack Suit“: ein weicher, weniger starrer Schnitt mit natürlichen, ungepolsterten Schultern und einer Silhouette, die sich in die Länge zieht, um schließlich in der Taille etwas schmaler zu werden.
Während der Herren-Look auf ungepolsterte Schultern setzte, nutzte Armani bei den Damen bewusst die Schulterpolster als stilistisches Instrument, um eine strukturierte, aber dennoch schlanke Silhouette zu erzeugen. In der Autumn/Winter-Kollektion von 1990 wurden kulturelle Referenzen mit Schneiderkunst verknüpft. Dabei wird die Jacke in ihren Proportionen und ihrer Rolle neu gedacht und tritt in einen Dialog mit maskulinen Elementen und suggestiveren Andeutungen, wobei sie in einem kontinuierlichen Gleichgewicht zwischen dem Alltäglichen und dem Zeremoniellen steht. Dieser Look, der in Aldo Fallais Aufnahmen für die Autumn/Winter 1990 Kampagne zu sehen ist, stellt einen bedeutenden Moment in der Definition einer neuen Idee von weiblicher Eleganz dar. In dieser Idee koexistieren Struktur und Anmut auf natürliche Weise.
Entdecken Sie ausgewählte Looks der Kollektion ab dem 21. Mai bei APROPOS Berlin.
APROPOS BERLIN
Kurfürstendamm 68 | Berlin
Montag - Samstag
11 bis 19 Uhr