"Wir sind kompromisslos und überlassen ungern etwas dem Zufall."
Handgefertigte Möbel aus der Eifel: Bulbaum steht für Design und echtes Handwerk. Seit Jahren entstehen durch das Team der beiden Gründer maßgefertigte Möbel, die weit mehr sind als funktionale Objekte: Sie erzählen Geschichten von Charakter, Beständigkeit und Stil. Mit ihrer neuen Founders Collection, die exklusiv im APROPOS Store erhältlich ist, übersetzen die Gründer Achim Tossing und Sebastian Peters ihre Werte in eine kuratierte Linie aus edlem Nussbaum, goldenen Akzenten und präziser Handarbeit. Ganz im Einklang mit den Werten von APROPOS steht jedes Stück für Ehrlichkeit, Individualität und Qualität. Aus der kleinen Dorfschreinerei in der Eifel wurde ein Unternehmen, das sich für echte Qualität einsetzt und versucht, dem Trend der Schnelllebigkeit entgegenzuwirken. Wie sie das umsetzen, haben sie APROPOS im Gespräch verraten.
Franka Magon: Sie vereinen in Ihren Möbeln Nachhaltigkeit, Individualität, Design und Praktikabilität. An welchen Stellen wird dieses Zusammenspiel in der Praxis besonders herausfordernd – und wo scheitern andere häufig?
Sebastian Peters: Unsere Kundschaft genießt den Vorteil, dass ihre Handwerkerinnen und Handwerker auch ihre Designerinnen und Designer sind – und umgekehrt. Man kann sich bei uns sicher sein, dass das, was entworfen wird, auch gebaut werden kann. Wir gehen den gesamten Prozess im Team durch und setzen uns vor allem intensiv mit den Kundinnen und Kunden auseinander.
Achim Tossing: Unser Slogan „vollkommen du“ bezieht sich darauf, dass das, was wir bauen, zu 100 Prozent die Menschen widerspiegeln soll, denen es gehört. Dafür ist ein intensives Gespräch notwendig, um sich wirklich kennenzulernen. Wir wissen anschließend sehr viel über unsere Kundinnen und Kunden – das ist notwendig, schließlich kommen wir in die intimsten Bereiche und Räume hinein, die man sonst niemandem zeigt. Wir stellen oft fest, dass andere Designerinnen und Designer sowie
Handwerkerinnen und Handwerker die Erwartung haben, dass Kundinnen und Kunden wissen, was sie brauchen. Das glauben wir nicht. Wir glauben, Kundinnen und Kunden haben ein Bedürfnis, und wir müssen ihnen mit unserem Know-how helfen, dieses bestmöglich zu realisieren. Dadurch interessieren wir uns viel tiefer für den Menschen. Ich glaube, da machen wir den größten Unterschied.
SP: Genau, denn ein Bedürfnis ist noch kein konkreter Wunsch.
FM: Sie gestalten das Zuhause von Menschen und tragen damit eine große Verantwortung. Wie schaffen Sie es, in einem wachsenden Team dieser Verantwortung gerecht zu werden?
SP: Wir schulen unser Team natürlich in Kommunikation – die spielt bei uns eine große Rolle, da jede Kundin und jeder Kunde eine eigene Beratung zur Seite gestellt bekommt. Aber das meiste ist individuell und zwischenmenschlich, denn Entscheidungen können wir nur treffen, wenn wir die Motivation und die Ideen einer Kundin oder eines Kunden wirklich kennen. Das schafft man nicht durch festgelegte Prozesse.
AT: Bei uns entstehen sehr enge Bindungen, oft tatsächlich Freundschaften. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht nur kommunikationsgeschult, sondern sich vor allem auch bewusst darüber, dass wir in sensible Bereiche eintauchen und mit sensiblen Daten umgehen.
FM: Wie gelingt es Ihnen, in der neuen „Founder Collection“ Ihre Kernwerte in jedes Stück der Kollektion einfließen zu lassen?
AT: Klar ist, dass eine vollkommene Individualität in einer solchen Kollektion nicht vollständig umzusetzen ist. Aber wir können die besten Ideen sowie unser Know-how aus unserer Erfahrung einfließen lassen. Die Möbel sind sehr individuell auf Bedürfnisse zugeschnitten – der Champagnerschrank zum Beispiel. Für Kundinnen und Kunden, die gerne Champagner trinken, ist er das perfekte Möbel, da er die mitgelieferten Fürstenberg-Becher perfekt in Szene setzt. Er kann aber natürlich auch als Barschrank oder Weinschrank genutzt werden, je nach Bedürfnis der Kundinnen und Kunden. In den Möbeln steckt viel Detail: in der feinen Verbindung im Holz, in der ausgefallenen Front, die wir selbst entworfen haben. Kein Material ist nicht komplett selbst angefertigt. Diese Liebe zum Detail – die spürt „Wir sind man. Wir sind kompromisslos und überlassen ungern etwas dem Zufall. All unsere Projekte spiegeln das wider – genauso die Founder Collection.
SP: Unsere Projekte folgen ja immer dem Slogan „vollkommen du“. Die Founder Collection ist vollkommen bulbaum.
FM: Ihre Kollektion ist exklusiv bei APROPOS erhältlich. Welche Rolle spielt der Ort, an dem man einem Design begegnet, und wie prägt er die Wahrnehmung Ihrer Möbel?
AT: Im APROPOS Store findet man die schönen Dinge des Lebens. Unsere handgefertigten Möbel mit ihrer hohen Wertigkeit und Liebe zum Detail sind eben auch ein Luxus. Der APROPOS Store vertritt ähnliche Werte wie wir und unterstreicht die Wertigkeit unserer Möbel noch einmal.
SP: Das Publikum im APROPOS Store ist auch genau dasjenige, das unsere Herangehensweise an Design und Wertigkeit versteht – und vor allem schätzt.
FM: Durch die Kollektion zieht sich eine bestimmte visuelle Identität. Worauf haben Sie bei der Entwicklung und der Auswahl der Materialien geachtet?
AT: Natürlich haben wir besonders auf die Hochwertigkeit der Materialien geachtet. Wir arbeiten mit Nussbaum – einem sehr wertigen und dunklen Holz, das in Wohnräumen stimmig wirkt und sich gut in die Szenerie unserer Kundinnen und Kunden einfügt. Es ist elegant und luxuriös. Der Goldfarbton unterstreicht diesen Wert erneut.
SP: Und absichtlich durfte es ein bisschen lauter sein – zum einen in den Farben, aber auch durch die Oberfläche in den Fronten. Sie wirkt jedes Mal anders, je nachdem, wie das Licht darauf fällt. Das ist spannend, denn dadurch passt sich das Möbel dem jeweiligen Zuhause an.
FM: In Zeiten, in denen Möbel zunehmend in Masse und mit geringer Qualität produziert werden, stechen Sie mit Ihrer Leidenschaft für echtes Handwerk hervor. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Möbelhandwerks – und wie möchten Sie dazu beitragen, dass Werte wie Qualität und Individualität wieder mehr Gewicht bekommen?
SP: Nachhaltigkeit ist am einfachsten durch echte Qualität umzusetzen, wodurch ein Produkt von sich aus langlebig ist. Unsere Möbel gibt man über Generationen weiter – von denen trennt man sich ungern. Günstigere Möbel verbrauchen meist dieselbe Menge Ressourcen, sind aber mit deutlich weniger Liebe zum Detail hergestellt und am Ende Wegwerfprodukte. Nachhaltigkeit und Wertigkeit gehören zusammen.
AT: Ich glaube, ein weiterer wichtiger Punkt neben der Nachhaltigkeit ist die Ehrlichkeit und die Transparenz, weshalb wir diese besonders betonen. Wir haben nie vor, einfach irgendein Möbel zu bauen, sondern immer das richtige Möbel. „Richtig“ bedeutet sowohl im Wert als auch in der Benutzung. Kundinnen und Kunden wissen bei uns sehr genau, was sie kaufen. Und das würde ich mir auch für die Zukunft wünschen – für mehr Produkte. Im Zeitalter von KI wird es immer schwieriger herauszufinden, was wirklich noch echt ist, was wirklich noch Wert hat. Ich glaube, da können wir uns am stärksten absetzen.
Bei uns ist einfach alles echt.